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Security30. Juni 2026

1,8 Milliarden Passwörter wurden letztes Jahr gestohlen - lassen Sie Ihren Browser sie nicht mehr merken

Billige, unauffällige Schadsoftware namens Infostealer hatte ein Rekordjahr: Forscher verzeichneten 2025 rund 1,8 Milliarden gestohlene Zugangsdaten auf 5,8 Millionen infizierten Geräten - ein Anstieg um 800 Prozent. Gestohlene Logins tauchen inzwischen in 86 Prozent aller Datenpannen auf.

Sie sind so wirksam, weil die meisten Menschen ihren Webbrowser jedes Passwort speichern lassen. Infostealer sind genau dafür gebaut, diese Datenbank zu öffnen - gespeicherte Logins, Autofill-Daten und sogar aktive Sitzungs-Cookies - und sie in Sekunden zu verschicken, meist ohne sichtbares Zeichen.

Was Sie tun sollten: Verlagern Sie Ihre Passwörter aus dem Browser in einen eigenen Passwort-Manager, aktivieren Sie überall die Zwei-Faktor-Authentifizierung, und nutzen Sie einen Passkey, wo eine Seite ihn anbietet - Passkeys lassen sich nicht per Phishing erbeuten oder aus einem Browser kopieren. Löschen Sie danach die in Chrome und Edge gespeicherten Passwörter, damit nichts mehr zu stehlen bleibt.

Infostealer gelangen über raubkopierte Software, gefälschte „Download“-Seiten und bösartige Werbung auf den Rechner und verstecken sich in Ihren persönlichen Ordnern, um beim Start automatisch zu laufen. Tendvanes neuer Sicherheitscheck schaut genau an diesen Stellen nach - unsignierte Programme, die aus AppData oder Temp automatisch starten, Browser-Erweiterungen, die Sie nicht kennen, sowie Manipulationen an Hosts-Datei oder Proxy -, sodass ein Stealer, der es auf den Rechner geschafft hat, weniger Verstecke findet.

Quellen

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