Das „Rufen Sie Microsoft an“-Popup, das Ihren PC für infiziert erklärt? Das ist Betrug - so reagieren Sie
Es ist einer der ältesten Betrugsmaschen im Internet und 2026 immer noch aktiv: Ihr Bildschirm füllt sich plötzlich mit einer roten Warnung, Ihr PC sei infiziert, ein Alarm schrillt, und eine Meldung fordert Sie auf, sofort eine Telefonnummer für den „Microsoft-Support“ anzurufen. Das ist gefälscht - eine Webseite, die Sie in Panik versetzen soll, damit ein „Techniker“ die Fernsteuerung übernimmt oder Ihr Geld nimmt.
Der eindeutige Verräter: Microsoft, Apple, Google, Norton und McAfee setzen niemals eine Telefonnummer in eine Popup-Warnung. Das gilt auch für echte Virenwarnungen. Die beängstigenden Fehlercodes (wie Error #DW6VB36) und der Alarmton sind reine Inszenierung.
Was Sie tun sollten: Rufen Sie die Nummer nicht an, und lassen Sie niemanden per Fernzugriff auf Ihren Rechner. Schließen Sie den Browser - lässt die Seite das nicht zu, öffnen Sie den Task-Manager (Strg+Umschalt+Esc) und beenden Sie den Browser, oder starten Sie den PC einfach neu. Führen Sie danach einen normalen Scan mit Windows-Sicherheit durch. Falls Sie bereits angerufen oder Fernzugriff gewährt haben: Trennen Sie die Verbindung, ändern Sie Ihre wichtigen Passwörter über ein anderes Gerät, aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung und melden Sie den Vorfall der FTC unter reportfraud.ftc.gov; haben Sie bezahlt, wenden Sie sich sofort an Ihre Bank.
Solche Popups kommen oft zusammen mit einer gekaperten Startseite oder einer aufdringlichen Browser-Erweiterung. Tendvanes Reparatur unter Reparatur → „Browser gekapert“ behebt eine umgeleitete Startseite/Suche und einen versteckten Proxy, und der Sicherheitscheck markiert unerwartete Startprogramme und Erweiterungen - sodass Sie nach dem Schließen des Popups sicherstellen können, dass nichts zurückgeblieben ist.