Windows könnte einer einzelnen App endlich das Mikrofon verweigern lassen
Ihr Smartphone funktioniert seit über einem Jahrzehnt so. Eine App fragt nach dem Mikrofon, Sie sagen Ja oder Nein, und die Antwort gilt für diese App und für nichts sonst. Unter Windows wurden gewöhnliche Desktop-Programme immer von einem einzigen Schalter geregelt: "Desktop-Apps den Zugriff auf Ihr Mikrofon erlauben." Ein Ja für die Videotelefonie-Software bedeutet ein Ja für alles, einschließlich dem, was Sie 2019 installiert und danach vergessen haben.
Das könnte sich ändern. Build 26340.9212, am 17. August in den experimentellen Insider-Kanal ausgeliefert, enthält Berechtigungsschalter pro App für klassische Win32-Desktop-Programme - Kamera, Mikrofon, Standort und Sprachaktivierung, jeweils einzeln pro Anwendung steuerbar. Fragt ein Programm zum ersten Mal nach der Kamera, erscheint mittig auf dem Bildschirm ein Systemdialog, und Sie entscheiden auf der Stelle. Danach listet die Einstellungen-App Programme einzeln auf, statt sie unter einem einzigen Hauptschalter zu bündeln.
Microsoft hat davon nichts angekündigt. Ein Insider entdeckte die Schalter in den Einstellungen, und mehrere Medien bestätigten sie; sie fehlen in den Versionshinweisen, und nicht jeder auf diesem Build kann sie überhaupt sehen. Der experimentelle Kanal ist der Ort, an dem Microsoft Ideen ausprobiert, die es möglicherweise nie ausliefert, die Funktion könnte also noch umgestaltet, verschoben oder still fallen gelassen werden.
Trotzdem lohnt es sich, davon zu wissen, denn die aktuelle Regelung ist wirklich schlecht, und den meisten Menschen ist gar nicht klar, wie grob dieser eine Schalter arbeitet. Bis etwas Besseres kommt, ist die Datenschutzseite in den Windows-Einstellungen der einzige Ort zum Nachsehen - und Tendvanes Datenschutz- und Konten-Check liest diese Einstellungen für Sie aus und meldet, welche davon aktuell eingeschaltet sind.