3,7 Millionen Patienten, und keiner von ihnen hat sich für CareCloud entschieden
Sie haben mit ziemlicher Sicherheit noch nie von CareCloud gehört. Das Unternehmen speichert elektronische Krankenakten für Zehntausende US-amerikanischer Gesundheitsdienstleister, und genau so landet Ihre Sozialversicherungsnummer bei einem Unternehmen, bei dem Sie sich nie angemeldet haben.
Die endgültige Zahl erreichte diese Woche das Department of Health and Human Services: 3.756.469 Menschen. Der Einbruch selbst war kurz und für CareCloud bereits alte Nachricht - ein unbefugter Dritter hielt sich vom 10. bis 16. März in einer der Amazon-Web-Services-Umgebungen des Unternehmens auf, und die Firma reichte damals eine SEC-Meldung ein. Was Monate dauerte, war herauszufinden, was tatsächlich abgeflossen war. Die Antwort laut den Benachrichtigungsschreiben: Namen, Postadressen, Sozialversicherungsnummern, medizinische und gesundheitsbezogene Informationen, Reisepass- und Führerscheinnummern sowie Bank- und Finanzdaten. Das kommt dem vollständigen Datensatz recht nahe und macht dies zum bislang fünftgrößten US-Gesundheitsdatenleck des Jahres 2026.
Die Briefe wurden ab dem 25. Juli verschickt und bieten 12 oder 24 Monate Identitätsüberwachung über IDX an, einlösbar bis zum 17. Dezember. Nehmen Sie das Angebot an, falls Sie einen Brief erhalten, aber betrachten Sie es als Minimum, nicht als Lösung. Eine Kreditsperre bei allen drei Auskunfteien ist kostenlos, dauert jeweils etwa zehn Minuten und verhindert tatsächlich, dass neue Konten auf Ihren Namen eröffnet werden - eine Überwachung informiert Sie nur im Nachhinein.
Rechnen Sie danach mit Anrufen. Gestohlene Krankenakten liefern ungewöhnlich überzeugende Drehbücher, weil der Anrufer Ihre Versicherung, Ihren Behandler und einen echten Eingriff nennen kann, den Sie hatten. Genau diese Genauigkeit lässt Menschen die Wachsamkeit senken, und niemand Seriöses braucht Ihre Sozialversicherungsnummer, um mit Ihnen über ein Datenleck zu sprechen, das er selbst verursacht hat. Tendvane kann einen Einbruch bei einem Unternehmen, mit dem Sie nie zu tun hatten, nicht rückgängig machen; sein Datenschutz- und Konten-Check deckt den Teil ab, der tatsächlich Ihnen gehört, indem er zeigt, bei welchen Konten Ihr PC angemeldet ist und was auf dem Gerät selbst offenliegt.