Der Hacker hinter den Datendiebstählen bei AT&T und Ticketmaster hat sich schuldig bekannt - und das Wie ist eine Lektion für uns alle
Wer 2024 einen AT&T-Vertrag hatte, dessen Anruf- und SMS-Daten waren mit ziemlicher Sicherheit mit dabei. Am 5. August bekannte sich der 26-jährige Connor Moucka aus Ontario vor einem Bundesgericht in Seattle schuldig, an den Snowflake-Angriffen von 2024 beteiligt gewesen zu sein - einem der größten Datendiebstähle überhaupt. Er und ein Komplize drangen in die Cloud-Konten von mindestens 165 Unternehmen ein und legten Daten von mindestens 100 Millionen Menschen offen. Ihm drohen bis zu 30 Jahre Haft, wenn er am 27. Oktober verurteilt wird.
Die Liste der Opfer liest sich wie die eigenen Rechnungen: AT&T (Anruf- und SMS-Daten für nahezu alle Mobilfunkkunden), Ticketmaster, Santander, Advance Auto Parts, Neiman Marcus, LendingTree. Bemerkenswert ist, wie gewöhnlich der Einbruch ablief. Es gab keine geheime Schwachstelle in Snowflakes Systemen. Die Angreifer nutzten schlicht Zugangsdaten, die Jahre zuvor durch Infostealer-Schadsoftware gestohlen worden waren - manche schon aus dem November 2020 - und die nie geändert wurden, bei Firmenkonten, bei denen keine Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert war. Das ist der ganze Trick.
Das macht die Lehre daraus erfrischend konkret, denn die beiden Gewohnheiten, die eine Datenpanne mit 100 Millionen Betroffenen verhindert hätten, sind dieselben, die auch die eigenen Konten schützen. Aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung überall, wo sie angeboten wird - zuerst bei E-Mail und Bank -, damit ein gestohlenes Passwort allein nicht reicht, um sich Zugang zu verschaffen. Und hören Sie auf, Passwörter mehrfach zu verwenden, denn ein einziges geleaktes Passwort kann jahrelang unbemerkt in der Datenbank eines Kriminellen liegen, bevor es jemand ausprobiert.
Zu wissen, welche der eigenen Passwörter bereits geleakt sind, ist der richtige Ausgangspunkt: Tendvanes Datenschutz- und Konten-Prüfung zeigt, welche Ihrer Logins in bekannten Datenlecks aufgetaucht sind, sodass Sie genau wissen, wo Sie zuerst ein Passwort ändern und die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren sollten.