Diese Anmeldeseite im Hotel-WLAN könnte Ihnen Schadsoftware unterjubeln - eine neue Warnung für Reisende
Beim Einchecken im Hotel direkt ins WLAN zu gehen ist selbstverständlich geworden. Eine Kampagne, die Microsoft am 31. Juli beschrieben hat, ist ein guter Grund, kurz innezuhalten. Die Forscher des Unternehmens entdeckten eine russisch verbundene Staatsgruppe - verfolgt unter dem Namen Storm-2945, Teil der besser bekannten Gruppe Midnight Blizzard -, die heimlich Hotel- und Konferenz-WLANs manipuliert, um gezielt Personen anzugreifen, die sich damit verbinden. Sie nennen es CaptiveCrunch, und die Kampagne läuft seit Anfang Mai in Gastgewerbe-Netzwerken mehrerer Länder.
So funktioniert es: Verbindet man sich mit einem öffentlichen Netzwerk, landet man meist zuerst auf einem „Captive Portal" - jener Anmelde- oder Nutzungsbedingungsseite, die zuerst erscheint. In den Netzwerken, die diese Angreifer kontrollieren, ist genau diese Seite manipuliert: Sie greifen in den Datenverkehr des Netzwerks ein, um Nutzer auf überzeugende Fälschungen umzuleiten. Manche sind gefälschte Microsoft-Anmeldeseiten, die das Passwort in dem Moment einsammeln, in dem es eingetippt wird; andere sind falsche Fenster für ein „Browser-Update" oder „Windows-Update" mit realistisch wirkenden Fortschrittsbalken. Lädt man das Angebotene herunter, bekommt man Schadsoftware - einen Fernzugriffs-Trojaner namens CornFlake, der Tastatureingaben protokolliert und gespeicherte Browser-Passwörter abgreift, oder ChocoShell, das Login-Tokens stiehlt, die die Anmeldung aufrechterhalten. Die eine gute Nachricht: Die Infektion läuft nicht lautlos ab. Sie funktioniert nur, wenn man die Datei tatsächlich herunterlädt und ausführt.
Der Schutz ist also eine Gewohnheit, die sich vor der nächsten Reise lohnt anzueignen. Behandeln Sie jede Update-Aufforderung, die direkt nach dem Verbinden mit einem WLAN erscheint, als verdächtig - echte Updates kommen niemals über die Anmeldeseite eines Hotel-Netzwerks. Nutzen Sie, wo möglich, den Hotspot Ihres Telefons statt eines gemeinsam genutzten WLANs, und seien Sie misstrauisch gegenüber jeder Seite, die verlangt, sich mit dem Microsoft-Konto anzumelden, nur um online zu gehen. Wer den Laptop schon vor der Abreise zu Hause aktualisiert, lässt sich unterwegs nicht von einem falschen „Sie müssen jetzt aktualisieren"-Fenster verleiten.
Genau hier kommt Tendvane ins Spiel: Es bietet einen vertrauenswürdigen Ort, um Windows-Apps und Treiber zu aktualisieren, direkt aus dem eigenen Paketmanager von Windows bezogen - sodass die einzigen Update-Aufforderungen, auf die es sich zu reagieren lohnt, jene innerhalb der App selbst sind, niemals ein Pop-up in einem Netzwerk, das Sie nicht kontrollieren.