Das Rechtsklick-Menü von Windows 11 wird neu aufgebaut, und Sie dürfen endlich mitbestimmen, was drinsteht
Klicken Sie in Windows 11 mit der rechten Maustaste auf eine Datei, erhalten Sie eine Reihe unbeschrifteter Symbole, eine kurze Liste und ein "Weitere Optionen anzeigen", das darunter ein zweites, längeres Menü öffnet. Das ärgert Nutzer seit 2021. Microsoft baut es jetzt um, und die Vorschau ging am 17. August an Windows Insider.
Der wirklich nützliche Teil ist eine Einstellungsseite für das Menü selbst. Sie werden eingebaute Befehle ein- und ausschalten können - Senden an, Verknüpfung erstellen und Drucken, das im Windows-11-Menü bislang überhaupt nicht vorkam. Sie wählen, welche installierten Apps einen Platz im Hauptmenü erhalten und welche in ein Untermenü verschoben werden. Und zwei Optionen lesen sich wie direkte Antworten auf jahrelange Beschwerden: Befehlsnamen wieder als Text statt als Symbole anzeigen, so wie es Windows 10 tat, und Eigenschaften wieder nach unten verschieben, wo es früher stand.
Auch der Datei-Explorer selbst bekommt Aufmerksamkeit. Microsoft gibt an, dass er schneller startet und Dutzende der kleinen Aussetzer hinter jenen einsekündigen Ordner-Einfrierungen behoben wurden. Das Umbenennen einer Datei wird nicht mehr mitten beim Tippen durch die Hintergrundsynchronisierung mit der Cloud unterbrochen, und ändert man nur die Groß-/Kleinschreibung eines Namens, wird das jetzt sofort angezeigt, statt scheinbar gar nichts zu bewirken.
Nichts davon ist bislang auf gewöhnlichen PCs angekommen. Es handelt sich um Insider-Vorschaucode, Microsoft sagt, man werde ihn anhand des Feedbacks weiter anpassen, und realistisch betrachtet bedeutet das Monate, bevor er über Windows Update ankommt.
Ein Teil des Grundes, warum dieses Menü überhaupt so überladen wurde, ist, dass Installationsprogramme still eigene Einträge hinzufügen. Tendvanes Sicherheitscheck listet Programme und Browser-Add-ons auf, an deren bewusste Auswahl Sie sich nicht erinnern, und das ist häufig dieselbe Liste.