Viele suchen immer noch nach dem Flash Player - und eine Fälschung installiert einen Fernsteuerungs-Trojaner
Adobe hat den Flash Player im Dezember 2020 abgeschaltet, und Browser unterstützen ihn schon seit Jahren nicht mehr. Trotzdem suchen Menschen immer wieder danach - um ein altes Spiel zu öffnen, eine verstaubte Website oder ein uraltes Arbeitswerkzeug, das nie neu gebaut wurde. Betrüger wissen das und setzen genau darauf.
Forscher von AhnLabs ASEC, deren Ergebnisse Malwarebytes am 31. Juli veröffentlichte, fanden einen gefälschten Installer namens AGE Flash Player. Führt man ihn aus, bekommt man statt Flash AtlasRAT, einen Fernzugriffs-Trojaner. Besonders raffiniert und fies ist die Tarnung: Ein kleines Programm namens FlashPlay.Exe baut die eigentliche Schadsoftware direkt im Arbeitsspeicher des PCs nach, statt auffällige Dateien auf der Festplatte abzulegen - das macht es für dateibasierte Virenscanner schwerer, sie zu entdecken. Läuft AtlasRAT erst einmal, protokolliert es Tastatureingaben, sucht nach gespeicherten Passwörtern, prüft, welche Sicherheitssoftware installiert ist, und kann unbemerkt weitere Schadsoftware nachladen sowie einen Neustart überstehen. Um unauffällig zu bleiben, nutzt sein Datenverkehr ein gefälschtes Zertifikat mit dem Eintrag CN=update.Microsoft.Com - keine echte Microsoft-Signatur, sondern nur eine Verkleidung, die wie eine aussehen soll.
Der einfachste Schutz besteht darin zu wissen, dass man 2026 keinen Flash Player mehr braucht. Besteht eine Website oder ein Programm darauf, ist das ein Grund, die Finger davonzulassen - nicht, danach zu suchen. Und vertrauen Sie nicht dem ersten Suchergebnis oder einem „gesponserten“ Link - genau dort lauern diese Fälschungen meist. Beziehen Sie Software von der Website des Herstellers selbst oder aus einer Quelle, der Sie bereits vertrauen.
Tendvane bietet genau diese vertrauenswürdige Quelle: Es aktualisiert Ihre Apps über den eigenen Paketmanager von Windows (winget) statt über einen zufälligen Installer von einer Suchergebnisseite, und die Sicherheitsprüfung meldet unerwartete Autostart-Programme, damit Sie sehen, ob sich etwas eingeschlichen hat.