Kostenlose Zahnpasta taucht in der Post auf. Das ist kein glücklicher Zufall.
Ein Paket kommt an, adressiert an Sie. Sie haben es nicht bestellt. Darin liegt etwas Billiges und leicht Verwirrendes - Babytücher, eine Tube Zahnpasta, eine Packung Samen. Nichts daran wirkt bedrohlich, weshalb die meisten Menschen mit den Achseln zucken und es behalten.
Die FTC veröffentlichte am 20. August eine Warnmeldung, die erklärt, was tatsächlich dahintersteckt. Man nennt es einen Brushing-Betrug. Ein Verkäufer braucht eine Lieferung, auf die er als real verweisen kann, also verschickt er etwas Wertloses an einen echten Namen an einer echten Adresse. Sobald die Sendungsverfolgung "zugestellt" anzeigt, veröffentlicht er unter Ihrem Namen eine begeisterte Bewertung, um seine Bewertungen aufzupolieren. Sie sind die Requisite. Immerhin ist die Rechtslage eindeutig: Sie müssen unbestellte Waren weder zurückschicken noch dafür bezahlen.
Der Teil, der stutzig machen sollte, ist, wie diese Verkäufer überhaupt an Ihren Namen und Ihre Adresse gekommen sind. Diese Kombination stammt meist aus einem Datenleck oder einem kompromittierten Shopping-Konto, weshalb die FTC empfiehlt, die Passwörter Ihrer Online-Shopping-Konten zu ändern und dem Marktplatz - Amazon oder wer auch immer - Bescheid zu geben, damit er sich den Verkäufer ansehen kann. Melden Sie es unter ReportFraud.ftc.gov, wenn es erfasst werden soll.
Ein zusätzliches Detail aus den Berichten: Manche dieser Pakete enthalten einen Zettel mit einem QR-Code, der anbietet, zu enthüllen, wer das Geschenk geschickt hat, oder eine Rücksendung zu organisieren. Scannen Sie ihn nicht. Er führt zu einer Phishing-Seite oder einem Download, und der kostenlose Artikel war nie der eigentliche Zweck der ganzen Aktion. Wenn Sie über einen solchen Code bereits irgendwohin geleitet wurden und danach etwas auf Ihrem PC gelandet ist, listet Tendvanes Sicherheitscheck Programme und Browsererweiterungen auf, die sich ohne Aufforderung selbst installiert haben.